Hübsch
Smize Tischspiegel mit Eichenfurnier in Naturfarben, FSC®-zertifiziert
Farben: Naturfarben
€ 81,00
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Ein Spiegel übernimmt im Alltag ganz unterschiedliche Aufgaben. Standspiegel zeigen dich von Kopf bis Fuß und lassen sich frei im Raum aufstellen. Tischspiegel und Schminkspiegel stehen auf Kommode, Frisiertisch oder Regal und helfen bei Frisur und Make-up. Hier erfährst du, worauf es bei Bauform, Material und Standort ankommt.
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Kurz gesagt
Standspiegel stehen frei auf dem Boden und zeigen dich in voller Größe. Tischspiegel und Schminkspiegel stehen auf Ablagen und eignen sich für Gesicht, Frisur und Make-up. Welche Art passt, hängt von Platz, Material und Einsatz ab.
Die erste Entscheidung beim Kauf eines großen Spiegels betrifft die Befestigungs- und Aufstellart. Ein klassischer Standspiegel verfügt über ein rückseitiges Klappgestell oder einen festen Standfuß. Damit lässt er sich ohne Bohrlöcher frei im Zimmer platzieren. Du kannst ihn bei Bedarf umstellen, drehen oder in eine andere Zimmerecke tragen. Diese Beweglichkeit hat ihren Preis: Das Gestell beansprucht spürbar Grundfläche in der Tiefe. Wenn du an einem Standspiegel vorbeigehst, musst du ausreichend Abstand einplanen, damit niemand an den Ausleger stößt. Steht der Spiegel frei auf einem unebenen Teppichboden, kann das Gestell wackeln, weshalb ein ebener, fester Bodenbelag vorteilhaft ist.
Ein Anlehnspiegel verzichtet auf ein eigenes Stützbein und wird schräg gegen eine freie Wand gestellt. Durch die leichte Schräglage entsteht eine markante Tiefenwirkung im Raum, und der Spiegel wirkt wie ein architektonisches Dekorationselement. Gleichzeitig erfordert diese Variante Umsicht: Der untere Rahmenfuß muss eine rutschhemmende Unterseite besitzen, damit der Spiegel auf glatten Fliesen oder versiegeltem Parkett nicht wegrutscht. Zudem sollte ein hoher Anlehnspiegel, insbesondere in Haushalten mit Haustieren oder lebhaftem Durchgangsverkehr, an der oberen Kante mit einem dezenten Wandhaken oder Sicherheitsband gegen Umkippen gesichert werden.
Ein fest verschraubter Ganzkörperspiegel wird direkt an der Wand montiert. Er benötigt überhaupt keine Stellfläche auf dem Boden und ragt nur wenige Zentimeter in den Raum hinein. Das macht ihn zur praktischen Wahl für enge Raumzonen wie einen schmalen Flur oder hinter einer Zimmertür. Dafür entfällt die Flexibilität des schnellen Umstellens, und die Wandbeschaffenheit entscheidet darüber, welche Dübel und Schrauben nötig sind. Wenn du zur Miete wohnst und Bohrlöcher reduzieren möchtest, wählst du eher ein freistehendes Modell; suchst du dagegen maximale Raumersparnis im Laufbereich, führt der Weg meist zum fest montierten Wandmodell, wie du es auch in der Kategorie Wandspiegel findest.
Ein weit verbreiteter Irrtum besagt, dass ein Spiegel für die Ganzkörperansicht mindestens so groß sein müsse wie der Mensch selbst. Nach den physikalischen Reflexionsgesetzen verhält sich das Spiegelbild jedoch anders: Trifft ein Lichtstrahl vom Fuß auf das Spiegelglas, wird er im gleichen Winkel zum Auge reflektiert. Um dich von Kopf bis Fuß vollständig betrachten zu können, reicht rechnerisch eine Spiegelfläche aus, die exakt halb so hoch ist wie deine eigene Körpergröße. Eine Person mit einer Körpergröße von 170 Zentimetern benötigt demnach rein theoretisch nur ein 85 Zentimeter hohes Glas.
Diese physikalische Mindestformel funktioniert in der Praxis allerdings nur unter zwei Bedingungen: Die Spiegelfläche muss in der exakt passenden Höhe hängen, und du musst dich in einer ganz bestimmten Fluchtlinie davor aufhalten. Sobald mehrere Personen unterschiedlicher Größe denselben Spiegel nutzen, verschieben sich die erforderlichen Sichtachsen. Ist die Spiegelfläche zu kurz, schneidet der Rahmen bei einer größeren Person den Kopf ab, während kleineren Personen die Schuhe fehlen. Aus diesem Grund haben sich bei einem bodennahen Ganzkörperspiegel Glaslängen von 140 bis 180 Zentimetern als praxistauglich bewährt. Mit dieser Länge können unterschiedlich große Personen ohne Bücken oder Kopfstrecken ihr komplettes Outfit begutachten.
Auch die Breite der Spiegelfläche beeinflusst das Nutzungserlebnis. Sehr schmale Spiegel mit 30 oder 35 Zentimetern Glasbreite genügen für einen schnellen Blick auf die Kleidung, vermitteln aber ein eingeengtes Bild. Eine Breite von 40 bis 55 Zentimetern erlaubt ein natürliches Betrachten der gesamten Silhouette inklusive Schultern, ausgestellter Röcke oder weiter Mäntel. Großzügige Modelle ab 60 Zentimetern Spiegelfläche erzeugen zudem einen eindrucksvollen Raumeffekt, der das Tageslicht reflektiert und schmale Zimmer optisch weitet.
Neben dem hohen Standspiegel gibt es eine zweite Gruppe mit anderen Aufgaben: Tischspiegel und Schminkspiegel. Sie stehen auf einer Ablage, beanspruchen keine Bodenfläche und müssen weder an die Wand gelehnt noch befestigt werden. Ein Tischspiegel hilft beim Blick auf Frisur, Kragen oder Schmuck, ein Schminkspiegel beim Make-up, bei der Rasur und der Gesichtspflege. Den Ganzkörperblick ersetzen sie nicht, dafür hast du sie schnell zur Hand und stellst sie mühelos um.
Bei der Bauform kommt es vor allem auf die Fassung an. Ein Tischspiegel mit Rahmen oder Standfuß wirkt wie ein kleines Möbelstück, ein runder Schminkspiegel mit schlichter Einfassung hält sich optisch zurück. Die runde Form bringt weiche Linien in Räume, in denen viele gerade Kanten vorkommen, zum Beispiel neben Kommoden, Regalen oder Schranktüren.
Auch beim Material lohnt sich ein genauer Blick:
Zur Auswahl hilft eine einfache Überlegung: Wo steht der Spiegel, und wofür brauchst du ihn? Auf dem Frisiertisch oder im Bad ist ein Schminkspiegel praktisch, weil du nah herangehen kannst. Auf einer Kommode im Wohnzimmer oder Schlafzimmer ist ein Tischspiegel mit Holzoptik zugleich Dekoration. Für die tägliche Kontrolle des gesamten Outfits bleibt der Standspiegel die richtige Wahl.
Beide Arten ergänzen sich gut: Der Standspiegel im Flur oder Schlafzimmer zeigt den Gesamteindruck, der kleine Spiegel auf der Ablage die Details. Achte auf einen ebenen, festen Untergrund, damit der kleine Spiegel sicher steht und nicht über die Kante rutscht. Stelle ihn so auf, dass Tageslicht seitlich auf dein Gesicht fällt, dann wirken Farben am natürlichsten.
Die reine Spiegelhöhe nützt wenig, wenn vor dem Spiegel nicht genügend freier Rückzugsort vorhanden ist. Um dein gesamtes Spiegelbild ohne Verzerrung wahrzunehmen, benötigst du einen Betrachtungsabstand von mindestens einem bis zwei Metern. In sehr kompakten Ankleidezimmern oder schmalen Schlauchfluren steht dieser Abstand nicht immer zur Verfügung. Stehst du zu nah vor dem Glas, musst du den Kopf heben und senken, um dich abzumustern, was den Überblick über das Gesamtbild erschwert.
Besondere Aufmerksamkeit verdient der Neigungswinkel bei Stand- und Anlehnspiegeln. Durch die Schrägstellung der Spiegelfläche verschiebt sich die Reflexionsachse. Neigt sich die Oberkante des Spiegels leicht nach hinten, erfasst der Spiegel auch bei geringerer Glashöhe die Füße und den Kopf problemlos. Allerdings erzeugt eine spürbare Neigung eine perspektivische Verzerrung: Der Körper wirkt im Bild leicht gestreckt, oder die Proportionen zwischen Ober- und Unterkörper verschieben sich optisch. Für ein völlig unverzerrtes, realistisches Abbild deiner Garderobe ist eine möglichst senkrechte Ausrichtung vorteilhaft. Wenn du dich für einen Standspiegel mit verstellbarem Klappmechanismus entscheidest, kannst du die Neigung exakt so justieren, dass sie zu deiner Körpergröße und dem verfügbaren Abstand im Zimmer passt.
Der Rahmen bestimmt nicht nur den optischen Stil, sondern hat unmittelbaren Einfluss auf das Gesamtgewicht, die Torsionssteifigkeit und die Stabilität des Spiegels. Bei einem hohen Ganzkörperspiegel wirken beträchtliche Hebelkräfte, insbesondere wenn das Modell beim Saubermachen verschoben oder an die Wand gelehnt wird.
Wenn du weitere dekorative Akzente setzen möchtest, lässt sich ein Ganzkörperspiegel harmonisch mit kleineren Lichtquellen wie Tischlampen auf einer nahen Kommode kombinieren, um weiches Seitenlicht zu erzeugen.
Aufgrund der großen Glasfläche steht das Thema Sicherheit bei Ganzkörper- und Standspiegeln an vorderer Stelle. Ein herkömmliches Spiegelglas ohne Schutzvorrichtung kann bei einem harten Stoß in scharfkantige Scherben zerbrechen. Moderne Ausführungen sind deshalb häufig mit einer rückseitigen Splitterschutzfolie versehen. Diese unsichtbare Folie bewirkt, dass zerbrochenes Glas im Fall eines Bruchs weitgehend an der Folie haften bleibt und das Verletzungsrisiko deutlich sinkt. Prüfe in der jeweiligen Produktbeschreibung, ob ein Splitterschutz ausgewiesen ist, insbesondere wenn Kinder oder bewegungsfreudige Haustiere im Haushalt leben.
Die Standfestigkeit hängt stark von der Verbindung zwischen Gestell und Spiegelrahmen ab. Klappbare Standspiegel nutzen oft Scharniere mit Begrenzungsketten oder feste Arretierstreben. Eine feste Metallstrebe bietet mehr Halt als eine lose Kette, da sie ein versehentliches Zusammenschieben des Gestells bei Erschütterungen verhindert. Steht der Spiegel auf glatten Hartböden wie Laminat, Vinyl oder Fliesen, sollten die Aufstandspunkte mit rutschfesten Gummigleitern bestückt sein. Filzgleiter sind für Standspiegel auf glatten Böden ungeeignet, da sie das Rutschen begünstigen und die Standfestigkeit beeinträchtigen können.
Wird ein hoher Spiegel an die Wand gelehnt, sollte er ab einer gewissen Höhe niemals völlig ungesichert bleiben. Viele Hersteller legen kleine Haltewinkel oder Befestigungsgurte bei, die an der Spiegelrückseite verschraubt und mit einem Dübel in der Wand verankert werden. Diese Sicherung bleibt von vorne unsichtbar, verhindert aber wirkungsvoll, dass der Spiegel nach vorn umkippt, falls jemand im Vorbeigehen dagegenstößt oder ein Staubsauger das untere Ende touchiert.
Die folgende Tabelle fasst die wesentlichen Eigenschaften der vier gängigsten Bauformen von Ganzkörper- und Standspiegeln zusammen, um dir die Auswahl nach deinen räumlichen Voraussetzungen zu erleichtern:
| Spiegeltyp | Platzbedarf im Raum | Montageaufwand | Flexibilität | Wesentliche Eignung |
|---|---|---|---|---|
| Klassischer Klapp-Standspiegel | Mittel bis hoch (Ausladendes Stützgestell) | Keiner (Sofort aufstellbar) | Sehr hoch (Frei tragbar und drehbar) | Schlafzimmer, begehbare Ankleide mit ausreichend Stellfläche |
| Anlehnspiegel (Leaner Mirror) | Gering bis mittel (Bodenabstand der Unterkante) | Gering (Kippsicherung an Wand empfohlen) | Mittel (Leicht umzustellen, Wandkontakt nötig) | Großzügige Flure, Raumecken, repräsentative Wohnbereiche |
| Fester Wandspiegel (vertikal) | Sehr gering (Reine Wandtiefe von wenigen cm) | Mittel bis hoch (Bohren, Dübeln, Ausrichten) | Keine (Fester Standort) | Schmale Flure, kleine Schlafzimmer, Garderobennischen |
| Multifunktions-Standspiegel | Mittel (Oft drehbarer Tellerfuß oder Ablage) | Gering (Meist einfacher Zusammenbau) | Hoch (Standort anpassbar) | Eingangsbereiche, Schlafzimmer ohne separaten Kleiderständer |
Nichts stört bei der täglichen Outfit-Auswahl mehr als ein Zerrspiegel-Effekt. Günstige oder zu dünne Spiegelscheiben neigen dazu, sich unter ihrem eigenen Gewicht oder durch ungleichmäßigen Rahmendruck leicht zu biegen. Schon eine minimale Durchbiegung um Bruchteile eines Millimeters führt dazu, dass dein Spiegelbild breiter, schmaler oder wellig erscheint, sobald du dich vor dem Spiegel bewegst.
Achte auf die Glasstärke: Hochwertige Ganzkörperspiegel verwenden Glasstärken von 4 bis 6 Millimetern. Dünneres Glas von nur 2 bis 3 Millimetern ist zwar leichter, verlangt jedoch eine absolut plane, verwindungssteife Rückwandplatte (zum Beispiel aus stabiler MDF-Platte), um Verzerrungen zu verhindern. Die Beschichtung auf der Rückseite besteht in der Regel aus einer reflektierenden Silberschicht, die durch Schutzlacke vor Oxidation geschützt wird. Minderwertige Lackierungen können bei hoher Raumfeuchtigkeit mit der Zeit korrodieren, was sich in blinden, braunen oder schwarzen Flecken an den Rändern äußert. Suchst du einen Spiegel für das Badezimmer oder feuchtere Übergangszonen, findest du in den Kategorien Badspiegel und Badmoebel Modelle, deren Kantenversiegelung speziell für feuchtere Umgebungen ausgelegt ist.
Auch die Schnittkanten verdienen einen prüfenden Blick. Wenn das Glas nicht von einem breiten Rahmen umschlossen ist, müssen die Kanten geschliffen und poliert sein. Man unterscheidet hierbei zwischen dem einfachen Saumschliff (gebrochene Kante gegen Schnittgefahr), der polierten Flachkante und dem Facettenschliff. Bei einer Facette wird der Rand der Spiegelfläche schräg abgeflacht, oft in einer Breite von 10 bis 30 Millimetern. Das verleiht dem Spiegelglas eine elegante Tiefe und lässt den Übergang zum Rahmen oder zur Wand optisch weicher erscheinen.
Ein Spiegel kann nur das Licht reflektieren, das auf die davorstehende Person fällt. Einer der häufigsten Fehler bei der Platzierung von Ganzkörperspiegeln ist eine ungünstige Beleuchtungskonstellation. Wenn sich die einzige Lichtquelle direkt über deinem Kopf befindet (etwa ein einzelner Deckenstrahler), wirft dieses Licht harte Schatten unter Augen, Nase und Kinn. Auch die Farben und Texturen der Kleidung werden von steilem Deckenlicht verfälscht.
Ebenso problematisch ist direktes Gegenlicht: Steht der Spiegel genau gegenüber einem unbeschatteten Südfenster, wirst du beim Blick in den Spiegel geblendet, während dein Körper im Gegenlicht als dunkler Umriss erscheint. Platziere den Ganzkörperspiegel am besten so, dass natürliches Tageslicht von der Seite auf dich fällt. Das erzeugt eine weiche, gleichmäßige Ausleuchtung ohne störende Blendeffekte auf der Glasfläche.
Für die Abendstunden oder fensterlose Räume empfiehlt sich diffuses Licht von beiden Seiten oder eine indirekte Beleuchtung. Wenn du den Spiegel im Schlafzimmer oder Ankleidebereich nutzt, kannst du seitlich versetzte Leuchten nutzen. Befindet sich der Spiegel neben einer Ablagefläche wie einem Konsolentisch, lassen sich dort stimmungsvolle Lichtquellen platzieren. Inspirationen für kombinierbare Ablagen findest du im Bereich Konsolentische. Spiegel mit integrierter LED-Beleuchtung bieten eine weitere Lösung: Umlaufende LED-Bänder hinter satinierten Glasflächen leuchten den Körper gleichmäßig aus, sofern der Hersteller neutralweißes Licht mit guter Farbwiedergabe verbaut hat.
Um die theoretischen Kriterien greifbar zu machen, betrachten wir zwei typische Wohnsituationen mit ihren spezifischen Herausforderungen:
Ausgangslage: Ein typischer Schlauchflur mit einer Breite von 1,20 Metern und einer Deckenhöhe von 2,80 Metern. Der Boden besteht aus altem, versiegeltem Dielenboden, der minimale Unebenheiten aufweist. An der Wand befinden sich Garderobenhaken und eine Wohnungstür, die nach innen aufschlägt.
Entscheidung und Lösung: Ein klassischer Klapp-Standspiegel scheidet hier aus, da sein Stützfuß rund 40 bis 50 Zentimeter in den Gang ragen würde. Das würde den Durchgang verengen und die Gefahr bergen, dass Besucher oder Jacken am Gestell hängenbleiben. Auch ein Anlehnspiegel ist problematisch, da die unebenen Dielen und das Vorbeigehen zu Vibrationen führen können. Die sachgerechte Lösung ist ein vertikaler Wandspiegel mit schlankem Aluminiumrahmen und den Maßen 160 mal 45 Zentimeter. Er wird fest mit Schwerlastdübeln an der massiven Ziegelwand montiert, etwa 25 Zentimeter über der Fußleiste. So bleibt die gesamte Bodenfläche für Schuhe frei, die Tür kann ungehindert öffnen, und die Spiegelfläche nutzt die Höhe des Altbaus, um Licht in den fensterlosen Flur zu lenken.
Ausgangslage: Ein 20 Quadratmeter großes Schlafzimmer mit Parkettboden. Eine Raumseite wird von einer Dachschräge dominiert, die erst ab einer Kniestockhöhe von 1,10 Metern ansetzt. Die gegenüberliegende Wand ist vollständig durch einen Kleiderschrank belegt, sodass freie Wandflächen zum Bohren fehlen.
Entscheidung und Lösung: Ein Wandspiegel lässt sich mangels freier senkrechter Wandflächen nicht montieren. Hier ist ein eleganter Standspiegel mit klappbarem Metallgestell die passende Wahl. Mit einer Gesamthöhe von 155 Zentimetern und einer Breite von 50 Zentimetern kann er flexibel vor dem Kniestock platziert werden, wo die Raumhöhe für normale Schränke nicht ausreicht. Durch das Klappgestell lässt sich der Neigungswinkel so einstellen, dass man trotz der Nähe zum Bett das gesamte Outfit bequem überblickt. Bei Bedarf wird der Spiegel mit wenigen Handgriffen zur Seite geschoben, wenn der Kleiderschrank vollständig geöffnet werden soll.
Beim Kauf eines Ganzkörperspiegels geschehen Fehlgriffe meist nicht wegen mangelnder Ästhetik, sondern durch Fehleinschätzungen von Maßen, Gewicht und Raumbeschaffenheit. Achte vor dem Bestellen auf die folgenden Punkte:
Nutze diese strukturierte Schrittfolge, um systematisch das Modell zu finden, das technisch und optisch zu deinem Raum passt:
Damit dein Spiegel über Jahre hinweg streifenfrei spiegelt und der Rahmen ansehnlich bleibt, kommt es auf die richtige Reinigungsmethode an. Spiegelglas reagiert empfindlicher auf aggressive Chemikalien, als viele annehmen. Die silberne Spiegelschicht auf der Rückseite und die Kantenversiegelung können durch säurehaltige oder ammoniakhaltige Reiniger angegriffen werden.
Für die regelmäßige Reinigung genügt meist ein sauberes, fusselfreies Mikrofasertuch, das leicht mit lauwarmem Wasser befeuchtet wird. Reibe das Glas in kreisenden oder schlangenförmigen Bewegungen ab und trockne es sofort mit einem zweiten, trockenen Waffeltuch nach, um Kalkränder und Schlieren zu vermeiden. Verwende Glasreiniger nur sparsam. Sprühe den Reiniger niemals direkt auf die Spiegelfläche: Die Flüssigkeit kann nach unten laufen und sich in der Fuge zwischen Glas und Rahmen sammeln. Dringt der Reiniger an die Kante der Spiegelschicht ein, kann er dort die Versiegelung zersetzen und dauerhafte, unschöne Blindstellen verursachen. Sprühe das Reinigungsmittel stattdessen immer direkt auf das Tuch.
Die Rahmenpflege richtet sich streng nach dem jeweiligen Material und den Pflegehinweisen des Herstellers. Holzrahmen sollten lediglich mit einem leicht nebelfeuchten Baumwolltuch abgewischt und trocken nachgerieben werden; übermäßige Nässe kann das Holz quellen lassen. Metallrahmen lassen sich mit einem feuchten Tuch und mildem Spülmittel von Fingerabdrücken befreien. Bei pulverbeschichteten Oberflächen dürfen keine Scheuermittel oder rauen Schwämme zum Einsatz kommen, da sie die Oberfläche zerkratzen und mattieren. Bei Modellen mit rückseitigem Klappgestell lohnt es sich zudem, die Scharniere und Schrauben einmal jährlich auf festen Sitz zu überprüfen und bei Bedarf vorsichtig nachzuziehen, damit das Gestell stets spielfrei und stabil steht. Weitere allgemeine Hinweise zur Integration von Spiegelelementen im gesamten Wohnbereich findest du in unserer zentralen Übersicht über Spiegel.
Rechnerisch reicht eine Spiegelfläche aus, die halb so hoch ist wie deine Körpergröße, sofern der Spiegel passend auf Augenhöhe ausgerichtet ist. Für eine Person von 180 Zentimetern genügt theoretisch ein 90 Zentimeter hohes Glas. In der Praxis bieten Längen zwischen 140 und 170 Zentimetern deutlich mehr Komfort, da sie mehreren unterschiedlich großen Personen im Haushalt den vollen Blick von Kopf bis Schuhwerk ermöglichen.
Ein Standspiegel besitzt ein eigenes Gestell oder Stützbein auf der Rückseite und steht völlig eigenständig frei im Raum. Ein Anlehnspiegel hat kein Ausklappgestell, sondern wird in einem leichten Neigungswinkel an eine feste Wand gelehnt. Anlehnspiegel wirken oft raumgreifender und dekorativer, verlangen aber rutschfeste Füße und sollten zusätzlich mit einer dezenten Kippsicherung an der Wand gesichert werden.
Für ein bequemes Betrachten deines gesamten Körpers ohne Verzerrungen solltest du mindestens einen bis zwei Meter freien Abstand vor dem Spiegel einplanen. Bei kürzerem Abstand musst du den Kopf stark heben oder senken, um die Silhouette vollständig zu erfassen. In schmalen Fluren empfiehlt sich daher ein senkrecht an der Wand montierter Spiegel, um die maximale Gangbreite als Betrachtungsabstand nutzen zu können.
Verzerrungen entstehen meist durch zu dünnes Spiegelglas, das sich unter mechanischer Spannung oder ungleichmäßigem Rahmendruck minimal wölbt. Bei Glasstärken unter 4 Millimetern ohne plane Trägerplatte führen bereits kleine Biegungen zu welligen Spiegelbildern. Auch eine ungleichmäßige Verschraubung an einer unebenen Wand kann den Rahmen verziehen. Qualitatives Glas mit ausreichender Stärke und stabiler Rückwand verhindert diese Verzerrungseffekte zuverlässig.
Für das Schlafzimmer eignen sich Massivholz, pulverbeschichtetes Metall oder weich bezogene Polsterrahmen besonders gut. Holz strahlt natürliche Wärme aus und passt harmonisch zu Kleiderschränken und Bettrahmen. Schlankes Metall in Schwarz oder Weiß wirkt modern und dezent. Textile Rahmen setzen wohnliche Akzente, erfordern jedoch regelmäßiges Entstauben mit dem Staubsauger. Die Wahl hängt vor allem von deinem Einrichtungsstil und dem verfügbaren Platz ab.
Das hängt von der jeweiligen Konstruktion ab. Manche Standspiegel verfügen über abnehmbare Stützbeine und vormontierte Wandaufhängungen an der Rahmenrückseite. Bei vielen Modellen ist das Klappgestell jedoch fest mit dem Hauptrahmen vernietet oder verschraubt und kann nicht ohne Weiteres entfernt werden. Prüfe vor dem Kauf die Herstellerangaben, ob das Modell ausdrücklich als Stand- und Wandspiegel deklariert ist.
Nutze am besten ein fusselfreies Mikrofasertuch und lauwarmes Wasser, eventuell mit einem Tropfen Spülmittel. Trockne die Fläche direkt danach mit einem sauberen Waffeltuch ab. Sprühe Reiniger niemals direkt auf die Spiegelfläche, da herablaufende Tropfen in die untere Fuge eindringen und die reflektierende Silberschicht zersetzen können. Gebe das Putzmittel immer sparsam auf das Tuch und wische Rahmen aus Holz oder Metall nur nebelfeucht ab.
Normales Spiegelglas ist nicht unzerbrechlich, viele Hersteller rüsten Ganzkörperspiegel jedoch mit einer rückseitigen Splitterschutzfolie aus. Diese Folie sorgt dafür, dass die Glasscherben bei einem Bruch weitgehend zusammengehalten werden und nicht frei umherfliegen. Achte in den Produktdetails auf den Hinweis Splitterschutz oder Sicherheitsglas, wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben oder der Spiegel in einem durchgangsreichen Bereich steht.
Ein Tisch- oder Schminkspiegel steht auf Kommode, Frisiertisch oder Regal und eignet sich für Gesicht, Frisur und Make-up. Er braucht keine Bodenfläche und ist schnell umgestellt. Für den Blick auf das ganze Outfit nimmst du weiterhin einen Standspiegel.
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