Bazar Bizar
The Moss Ripple Wine Glass Trinkglas aus Recyclingglas
Farben: Grün
ab € 18,58
Sofort lieferbar
Ein gutes Weinglas entscheidet darüber, wie sich Aromen entfalten und wie ausgewogen ein Wein am Gaumen ankommt. Ob bauchiger Burgunderkelch, schlankes Weißweinglas oder vielseitiges Allroundmodell: Die Geometrie des Kelchs lenkt den Duft zur Nase und steuert den ersten Kontakt auf der Zunge. Dabei spielen auch Wandstärke, Stiellänge und das Material eine spürbare Rolle. In dieser Kaufberatung erfährst du, worauf es bei Glasarten, Kantenverarbeitung und Proportionen ankommt, damit du für deine Lieblingsweine und deine Tischkultur die passenden Gläser findest.
Bazar Bizar
The Moss Ripple Wine Glass Trinkglas aus Recyclingglas
Farben: Grün
ab € 18,58
Sofort lieferbar
Bazar Bizar
The Pink Blush Wine Glass Weinglas aus Recyclingglas
Farben: Natur / Rosa
ab € 19,83
Sofort lieferbar
OYOY Living
Mizu Weingläser mit weißen Streifen im 2er-Set
Farben: Grau + 1 mehr
ab € 29,00Set mit 2 Stück · je Stück € 14,50
Sofort lieferbar
Kurz gesagt
Die Wahl des passenden Weinglases richtet sich nach dem Weinstil: Weißweine benötigen meist kleinere Kelche mit moderater Öffnung, damit Frische und Kühle erhalten bleiben. Gehaltvolle Rotweine verlangen nach großvolumigen, bauchigen Kelchen mit breiter Luftoberfläche, um Sauerstoff aufzunehmen und Tannine weicher wirken zu lassen. Wer wenige Modelle bevorzugt, greift zu einem mittelgroßen Universalglas mit sich verjüngendem Kamin, das Säure, Frucht und Duftnoten sowohl bei vielen Weiß- als auch leichteren Rotweinen harmonisch abbildet.
Die Wahl der passenden Weingläser beginnt mit einer einfachen Frage: Möchtest du für jede Rebsorte eine spezialisierte Form im Schrank stehen haben oder suchst du ein vielseitiges Set, das im Alltag und bei Einladungen gleichermaßen überzeugt? Die Geometrie eines Glases verändert nicht den Wein selbst, wohl aber die Art und Weise, wie Aromen verdunsten, sich im Kelch sammeln und an Nase und Gaumen transportiert werden. Ein kleiner Kelch hält die Temperatur stabil und bündelt zarte Fruchtaromen, während ein weiter Kelch kräftigen Gerbstoffen Raum zur Oxidation gibt. Neben der Form entscheiden das Glasmaterial, die Wandstärke und die Balance in der Hand darüber, wie angenehm sich das Trinken gestaltet. Ergänzend dazu lohnt sich oft ein Blick auf abgestimmte Trinkgläser für Wasser, um ein stimmiges Gesamtbild auf der Tafel zu schaffen.
Der Kelch ist der funktionale Kern jedes Weinglases. Seine Silhouette besteht aus dem Kelchboden, der breitesten Stelle (dem sogenannten Spiegel), dem nach oben zulaufenden Kamin und dem Mundrand. Wenn Wein in das Glas gegossen wird, bildet der Flüssigkeitsspiegel die Verdunstungsfläche. An dieser Schnittstelle lösen sich die flüchtigen Aromamoleküle aus dem Wein. Bei einem breiten Kelchdurchmesser ist diese Fläche groß, wodurch intensiver Sauerstoffkontakt entsteht. Das tut vielen tanninreichen, komplexen Weinen gut, da der Sauerstoff raue Bitterstoffe abmildert und vielschichtige Schichten freisetzt.
Verjüngt sich der Kamin nach oben hin deutlich, spricht man von einer kaminartigen Verengung. Sie dient dazu, die aufsteigenden Duftnoten zu bündeln, anstatt sie schnell in den Raum entweichen zu lassen. Führt man das Glas an die Nase, nimmt man die konzentrierten Aromen wahr. Ist die Öffnung dagegen sehr weit, strömen die Dämpfe diffuser aus. Zudem bestimmt der Durchmesser der Öffnung die Neigung des Kopfes beim Ansetzen: Bei einer engen Öffnung neigt man den Kopf etwas weiter nach hinten, wodurch die Flüssigkeit gezielter auf die Zungenmitte trifft. Bei einer weiten Öffnung fließt der Wein breiter ein, was die Wahrnehmung von Fruchtsüße und Frische beeinflussen kann.
Rotweine zeichnen sich häufig durch eine dichtere Struktur, Gerbstoffe (Tannine) und komplexere Duftspektren aus. Daher besitzen klassische Rotweinkelche in der Regel ein größeres Füllvolumen als Weißweingläser. Man unterscheidet hierbei im Wesentlichen zwei Archetypen: das Bordeauxglas und das Burgunderglas. Beide erfüllen unterschiedliche Aufgaben bei der Verkostung und verlangen nach Weinen mit entsprechendem Profil.
Das Bordeauxglas ist hoch gebaut, besitzt einen länglichen, leicht verjüngten Kelch und ein mittleres bis großes Volumen. Diese Form eignet sich besonders für strukturierte, tanninbetonte Rotweine wie Cabernet Sauvignon, Merlot oder Syrah. Durch die Kelchhöhe legt der Weinduft eine kurze Strecke zurück, wodurch die oft kräftige Alkoholnote etwas abgemildert wird, während dunkle Frucht- und Holzaromen klar zur Geltung kommen. Ein solches Glas lässt sich auch hervorragend auf festlich gedeckten Esstische platzieren, wo es durch seine Präsenz optische Akzente setzt.
Das Burgunderglas hingegen ist extrem bauchig geformt, oft fast kugelig, und besitzt eine vergleichsweise breite Öffnung. Es wurde für Rebsorten mit feinen, aber sehr vielschichtigen Aromen wie Pinot Noir (Spätburgunder), Nebbiolo oder Grenache entwickelt. Die sehr große Oberfläche erlaubt eine rasche Oxidation, die den feingliedrigen Frucht- und Waldbodennoten hilft, sich schlagartig zu entfalten. In einem zu engen Glas würden diese Nuancen oft verschlossen bleiben.
Weißweine und Roséweine werden im Regelfall kühler serviert als Rotweine. Da sich Flüssigkeit bei Zimmertemperatur schnell erwärmt, fällt der Kelch eines typischen Weißweinglases kompakter aus. Das geringere Fassungsvermögen führt dazu, dass man kleinere Mengen einschenkt und häufiger nachgießt. So bleibt der Wein im Glas stets auf der gewünschten Trinktemperatur, anstatt im großen Luftraum rasch warm zu werden.
Typische Weißweingläser haben eine U-förmige bis leicht tulpenförmige Kontur. Diese Gestalt bewahrt die Frische und betont die lebendige Fruchtsäure, wie sie für Riesling, Sauvignon Blanc oder Pinot Grigio typisch ist. Durch die moderate Öffnung werden zitrische und florale Noten geradlinig zur Nase geleitet. Schwere Weißweine, die im Holzfass gereift sind (wie etwa ein gehaltvoller Chardonnay), profitieren dagegen durchaus von etwas mehr Volumen. Für solche Weine greift man gerne zu einem leicht bauchigeren Weißweinkelch, der dem Schmelz und den buttrigen Noten ausreichend Entfaltungsraum gewährt.
Für Sekt, Champagner, Prosecco und Cava existieren historisch und funktional sehr unterschiedliche Glasformen. Die klassische Schaumweinflöte ist schmal, hochgezogen und besitzt oft einen gezielten Moussierpunkt am Kelchboden: eine winzige, aufgeraute Stelle im Glas, an der die Kohlensäurebläschen kontinuierlich und gleichmäßig aufsteigen. Flöten halten die Perlage lange lebendig und sehen elegant aus. Ihr Nachteil liegt jedoch darin, dass sich komplexe Aromen im sehr engen Kamin kaum entfalten können.
Aus diesem Grund setzt sich in der gehobenen Verkostung zunehmend die Schaumweintulpe durch. Sie verbindet die Höhe einer Flöte mit einem leicht bauchigen Mittelteil, der sich nach oben hin wieder sanft verjüngt. Dadurch bleibt das Prickeln erhalten, während die oft feinen Hefe-, Brioche- und Fruchtnoten hochwertiger Schaumweine genügend Raum finden, um die Nase zu erreichen. Die historische Sektschale mit flachem, sehr weitem Kelch wird heute fast nur noch für Cocktails oder dekorative Zwecke genutzt, da die Kohlensäure und die Duftstoffe darin binnen weniger Minuten verfliegen.
Nicht jeder Haushalt hat den Platz oder den Wunsch, separate Gläserserien für drei verschiedene Weinstile vorzuhalten. Hier kommt das Universalglas ins Spiel. Ein durchdachtes Universal- oder Allroundglas orientiert sich in seinen Proportionen an der Schnittmenge zwischen einem klassischen Weißweinglas und einem Bordeauxglas. Es bietet ein mittleres Fassungsvermögen, einen moderat geschwungenen Bauch und einen sich sanft verjüngenden Kamin.
Ein solches Glas funktioniert erstaunlich gut für leichte bis mittelschwere Rotweine, kräftige Weißweine, fruchtige Rosés und sogar für Schaumweine. Lediglich extrem tanninbetonte Rotweine oder sehr zarte Burgunder geraten darin an sensorische Grenzen. Für kleine Küchen, Einsteiger in die Weinwelt oder für unkomplizierte Runden mit Freunden ist ein einheitliches Universalglas oft die wirtschaftlichste und praktischste Lösung. Zudem sorgt eine einheitliche Glasform auf dem Tisch für eine harmonische, aufgeräumte Optik.
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale der gängigen Glastypen zusammen. Sie hilft dir bei der Entscheidung, welche Gläser zu deinen Trinkgewohnheiten passen:
| Glastyp | Typische Kelchform | Verdunstungsfläche | Ideal für | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Bordeauxglas | Hoch, gestreckt, leicht verjüngt | Mittel bis groß | Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah | Mildert Alkoholspitzen, betont Tanninstruktur |
| Burgunderglas | Sehr bauchig, kugelförmig, weite Öffnung | Sehr groß | Pinot Noir, Nebbiolo, Barolo | Maximale Belüftung für feingliedrige Aromen |
| Standard-Weißweinglas | Kompakt, schlank, tulpenförmig | Klein bis mittel | Riesling, Sauvignon Blanc, Grauburgunder | Hält die Temperatur kühl, bündelt Säure und Frische |
| Universalglas | Mittlere Größe, harmonischer Schwung | Mittel | Vielseitig: Weiß-, Rosé- und leichtere Rotweine | Guter Kompromiss bei begrenztem Schrankplatz |
| Schaumweintulpe | Schlank mit leichtem Bauch im unteren Drittel | Schmal bis mittel | Champagner, Sekt, Cava, Franciacorta | Erhält Moussieren und lässt Duft entfalten |
Bei der Herstellung von Weingläsern kommen überwiegend zwei Glasarten zum Einsatz: herkömmliches Kalk-Natron-Glas (oft als Standard- oder Normalglas bezeichnet) und Kristallglas. Beide Materialien besitzen charakteristische Vor- und Nachteile, die sich direkt auf Haptik, Klang und Pflegeaufwand auswirken.
Kalk-Natron-Glas ist das typische Alltagsglas. Es wird bei geringeren Temperaturen geschmolzen, ist chemisch sehr stabil und unempfindlich gegenüber Spülmitteln. Allerdings lässt es sich produktionstechnisch selten extrem dünnwandig verarbeiten, ohne an Bruchfestigkeit zu verlieren. Gläser aus diesem Material haben daher meist eine spürbar dickere Wand und einen abgerundeten Mundrand. Sie sind oft preisgünstig und robust im Alltag, bieten aber ein etwas weniger feines Mundgefühl.
Kristallglas zeichnet sich durch eine höhere Lichtbrechung, brillanten Glanz und einen lang anhaltenden, hellen Klang beim Anstoßen aus. Durch spezielle mineralische Zusätze wie Kalium- oder Zinkoxid lässt sich Kristallglas außergewöhnlich elastisch und dünnwandig ziehen. Das sorgt für ein federleichtes Gefühl in der Hand und einen sehr direkten Weinfluss an den Lippen. Dünnwandiges Kristallglas wirkt optisch elegant, erfordert beim Spülen und Polieren jedoch etwas mehr Achtsamkeit, da Scherkräfte am Stiel rasch zu Bruch führen können.
Neben dem Rohstoff bestimmt die Fertigungsmethode das Erscheinungsbild und das Gewicht des Glases. Maschinell hergestellte Gläser werden in automatisierten Press- und Blasverfahren produziert. Sie zeichnen sich durch absolute Maßhaltigkeit aus: Jedes Glas der Serie gleicht dem anderen exakt in Höhe, Wandstärke und Gewicht. Durch moderne Ziehverfahren gelingt es den Herstellern heute, auch maschinell Gläser ohne sichtbare Pressnähte zwischen Kelch, Stiel und Fuß zu fertigen. Maschinengläser bieten ein hervorragendes Verhältnis von Stabilität und Feinheit für den regelmäßigen Gebrauch.
Mundgeblasene Weingläser werden in handwerklicher Tradition von Glasmachern gefertigt. Jedes Exemplar ist ein Unikat mit minimalen Varianzen in Wandstärke oder Kelchhöhe. Mundgeblasene Gläser können extrem filigran gearbeitet werden; oft wiegen sie kaum mehr als 80 bis 100 Gramm. Der Übergang vom hauchdünnen Kelch zum feinen Stiel ist nahtlos fließend. Dieses Trinkerlebnis wird von vielen Weinliebhabern geschätzt, schlägt sich jedoch in einem deutlich höheren Anschaffungspreis nieder. Für ein entspanntes Familienessen sind sie meist zu empfindlich, für besondere Anlässe stellen sie jedoch ein sinnliches Highlight dar.
Wie hochwertig ein Weinglas wahrgenommen wird, entscheidet sich oft an wenigen Millimetern. Ein entscheidendes Kriterium ist der Mundrand. Bei einfachen Gläsern wird der Rand durch Hitze abgerundet, wodurch eine fühlbare Wulst entsteht. Diese Verdickung stört den feinen Fluss des Weins und lenkt die Aufmerksamkeit auf das Glas statt auf den Inhalt. Hochwertige Gläser besitzen einen geschliffenen und feuerpolierten Rand (oft als Kantenverschliff bezeichnet). Dieser ist hauchdünn und geht nahtlos in die Glaswand über, was das Trinken deutlich angenehmer macht.
Auch der Stiel und die Bodenplatte erfüllen wichtige Funktionen. Der Stiel dient keineswegs nur der Zierde: Er verhindert, dass die Körperwärme der Hand auf den Kelch übertragen wird und den Wein vorzeitig aufwärmt. Zudem bleiben so unschöne Fingerabdrücke am Kelch aus, die den Blick auf Farbe und Klarheit des Weins trüben würden. Ein ausgewogenes Glas liegt balanciert in der Hand; der Schwerpunkt sollte weder zu weit oben noch zu weit unten liegen. Die Bodenplatte muss im Durchmesser ausreichend groß dimensioniert sein, damit das Glas auch bei leichter Berührung auf dem Tisch sicher steht und nicht kippelt.
In den letzten Jahren haben stiellose Weingläser, sogenannte Tumbler, spürbar an Beliebtheit gewonnen. Sie besitzen die ausgeformte Kelchgeometrie eines Rot- oder Weißweinglases, ruhen jedoch direkt auf einem flachen Boden. Diese Variante wirkt lässig, unkompliziert und eignet sich hervorragend für ein lockeres Abendessen in der Küche, auf dem Balkon oder für Picknicks.
Ein großer Vorteil stieloser Gläser liegt in ihrer Standfestigkeit und dem geringen Platzbedarf im Schrank. Zudem passen sie mühelos in jeden oberen Korb der Geschirrspülmaschine, da keine langen Stiele an Sprüharme stoßen. Der Nachteil liegt auf der Hand: Hält man das Glas mit der vollen Handfläche, wärmt sich der Wein schneller auf. Für kühle Weißweine oder edle Schaumweine sind Tumbler daher nur bedingt geeignet, für unkomplizierte Alltagsrotweine, Schorlen oder Wasser stellen sie jedoch eine robuste und formschöne Ergänzung dar.
Die Anforderungen an Gläser variieren je nach Wohnraum, Kochgewohnheiten und Gästefrequenz. Zwei typische Szenarien zeigen, wie eine sinnvolle Ausstattung aussehen kann:
In einer kleineren Stadtwohnung mit offener Küchenzeile ist der Schrankplatz limitiert. Ein umfangreiches Sortiment mit vier verschiedenen Kelchgrößen lässt sich hier kaum unterbringen. Die pragmatische und zugleich stilvolle Lösung besteht aus einem Satz von sechs bis acht hochwertigen Universalgläsern aus maschinell gefertigtem Kristallglas. Diese Gläser sind formschön genug für ein festliches Dinner und stabil genug für den wöchentlichen Einsatz. Dazu gesellen sich schlichte Wasserbecher aus der Kategorie Gläser & Besteck, die sich stapeln lassen. Wer gelegentlich mit Schaumwein anstößt, ergänzt das Ensemble um vier bis sechs schlanke Tulpen oder nutzt schlicht das Universalglas, das für fruchtbetonten Prosecco hervorragend funktioniert.
Steht ein separater Essbereich mit Sideboard oder Vitrine zur Verfügung, lohnt sich der Aufbau einer differenzierten Tischkultur. In einem geräumigen Esszimmer können Gläser auf die jeweilige Menüfolge abgestimmt werden. Eine typische Zusammenstellung umfasst acht Bordeauxgläser, acht schlanke Weißweingläser und acht Schaumweintulpen. Bei festlichen Anlässen harmonieren diese Serien perfekt mit feinem Geschirr, edlem Besteck und abgestimmten Textilien aus dem Bereich Tischtextilien & Tischdeko. Ergänzend empfiehlt sich eine Auswahl aus der Rubrik Karaffen, um Rotweine vor dem Servieren zu belüften oder Tischwasser bereitzustellen.
Beim Kauf von Weingläsern verleiten Optik oder verlockende Angebote schnell zu Entscheidungen, die sich im Alltag als unpraktisch erweisen. Einer der häufigsten Fehler ist der Kauf überdimensionierter Gläser ohne vorheriges Ausmessen der Schrankfächer. Weit ausladende Burgunderkelche oder Gläser mit Stiellängen von 24 Zentimetern und mehr passen oft nicht in Standard-Küchenhängeschränke oder kollidieren im Geschirrspüler mit dem Besteckkorb. Prüfe daher stets die Gesamthöhe und den maximalen Kelchdurchmesser.
Ein weiterer Fehlkauf betrifft gefärbte oder stark geschliffene Weingläser für den Weingenuss. Bunte Gläser können als Akzent für Wasser reizvoll wirken, verfälschen beim Wein jedoch die Beurteilung von Farbtiefe, Reife und Klarheit. Zudem neigen sehr schwere, dickwandige Gläser mit Rollrand dazu, den Trinkfluss zu stören. Achte stattdessen auf farblose, transparente Gläser mit fein gezogenem Rand. Schließlich wird oft die Standfestigkeit vernachlässigt: Ein extrem hoher, schmaler Stiel auf einer zu kleinen Bodenplatte kippt bei der kleinsten Unachtsamkeit am Tisch um.
Damit Weingläser dauerhaft brillant bleiben und keine Trübungen entwickeln, bedürfen sie der richtigen Handhabung. Grundsätzlich gibt der Hersteller an, ob ein Glas für die Geschirrspülmaschine freigegeben ist. Nutzt du die Maschine, solltest du Gläser stets kippsicher im Glaskorb fixieren, sodass sie sich während des Spülgangs nicht berühren. Wähle ein schonendes Gläserprogramm mit reduzierter Temperatur und dosiere den Klarspüler korrekt, um Glaskorrosion vorzubeugen. Öffne die Maschine direkt nach Programmende, damit feuchter Dampf entweichen kann.
Werden Gläser von Hand gespült, empfiehlt sich warmes Wasser und nur ein minimaler Tropfen mildes Spülmittel, da Rückstände sonst die Schaumbildung des nächsten Schaumweins beeinträchtigen können. Fasse das Glas beim Spülen und Abtrocknen immer am Kelch an, niemals gleichzeitig am Fuß und am Kelch, um den Stiel nicht gegenläufig zu verdrehen. Zum Polieren eignen sich fusselfreie Mikrofasertücher oder Halbleinentücher. Halte das Glas gegen das Licht, poliere sanft zuerst den Kelchinnenraum und anschließend die Außenseite bis zum Fuß. So bleibt der kristallene Glanz über viele Jahre hinweg erhalten.
Grundsätzlich ist das möglich, doch der Genuss unterscheidet sich spürbar. Leichte, fruchtbetonte Rotweine kommen in einem kleineren Weißweinkelch oft gut zur Geltung, da deren Frische betont wird. Gehaltvolle Rotweine mit ausgeprägten Tanninen wirken in einem engen Glas jedoch oft verschlossen und adstringierend. Ihnen fehlt der nötige Sauerstoffkontakt an der Flüssigkeitsoberfläche, um weicher zu werden und ihre vielschichtigen Aromen voll zu entfalten.
Das Halten am Stiel erfüllt zwei wesentliche Aufgaben. Zum einen verhindert es, dass die Körperwärme der Hand über das Glas auf den Wein übergeht und dessen Temperatur ungewollt anhebt. Zum anderen bleiben Kelch und Glaswand frei von Fingerabdrücken. Dadurch kann die optische Klarheit, die Farbtiefe und die Viskosität des Weins gegen das Licht unverfälscht betrachtet werden. Zudem lässt sich das Glas am Stiel kontrollierter schwenken.
Universalgläser bieten eine ausgewogene Kombination aus mittlerem Volumen, sanfter Rundung und leicht verjüngtem Kamin. Sie eignen sich für fast alle Weißweine, viele leichtere bis mittelschwere Rotweine sowie Schaumweine gleichermaßen gut. Der größte Vorteil liegt im geringen Platzbedarf im Küchenschrank und in den geringeren Anschaffungskosten, da nicht mehrere Gläserserien vorgehalten werden müssen. Für den Alltag und unkomplizierte Runden mit Gästen sind sie eine sehr praktische Lösung.
Das hängt von der Freigabe des jeweiligen Herstellers ab. Viele moderne Kristallgläser sind heute als spülmaschinengeeignet deklariert. Wichtig ist ein spezielles Gläser- oder Schonprogramm mit mäßiger Hitze, eine korrekte Klarspülerdosierung und das sofortige Öffnen der Tür nach dem Spülen. Zudem müssen die Gläser im Korb stabil stehen, ohne aneinanderzuschlagen. Mundgeblasene oder extrem dünne Gläser sollten aus Sicherheitsgründen dennoch lieber schonend von Hand gereinigt werden.
Das Bordeauxglas ist hoch, schlank gebaut und verjüngt sich nach oben nur moderat. Es bündelt Aromen strukturierter, tanninreicher Weine und leitet den Wein gezielt über die Zunge. Das Burgunderglas besitzt dagegen einen sehr weiten, bauchigen Kelch mit großer Verdunstungsfläche. Diese Form ist ideal für feingliedrige, säurebetonte Rebsorten, die viel Sauerstoff benötigen, um ihre vielschichtigen, oft zarten Duftnoten freizusetzen.
Frische Kalk- und Wasserflecken lassen sich durch Nachspülen mit warmem Wasser und vorsichtiges Polieren mit einem sauberen Mikrofasertuch beseitigen. Bei hartnäckigem Grauschleier hilft oft ein kurzes Bad in lauwarmem Wasser mit einem Schuss Haushaltsessig oder Zitronensäure, um mineralische Ablagerungen zu lösen. Handelt es sich jedoch um echte Glaskorrosion (mikroskopisch kleine Risse in der Glasoberfläche durch zu heiße Spülgänge), lässt sich dieser Schleier leider nicht mehr entfernen.
Ein maschinell gerollter Rand entsteht, wenn das Glas unter Hitze abgeschnitten und die Kante rund geschmolzen wird. Dabei bildet sich eine spürbare Wulst, die den Weinfluss hemmt und am Mund als störend empfunden werden kann. Ein feingeschliffener Rand wird dagegen präzise geschnitten und glatt poliert. Er ist extrem dünn, wodurch der Wein fast nahtlos auf die Zunge fließt, was die sensorische Wahrnehmung der Aromen verbessert.
Für einen durchschnittlichen Haushalt empfiehlt sich ein Satz von mindestens sechs bis acht Gläsern pro bevorzugtem Weintyp. Wer vielseitig aufgestellt sein möchte, wählt sechs Universal- oder Weißweingläser und sechs Rotweingläser. Wer regelmäßig Gäste bewirtet oder mehrgängige Menüs ausrichtet, sollte auf acht bis zwölf Exemplare pro Sorte aufstocken. So muss zwischen den Gängen nicht abgewaschen werden, und ein gelegentlicher Glasbruch führt nicht sofort zu einem unvollständigen Set.
Newsletter
Neuheiten und Wohnideen mit 10 € Newsletter-Gutschein
Ab 100 € Warenwert, einmal einlösbar, 60 Tage ab Zusendung des Codes gültig.
Datenschutz
Cookies und Statistik
Nötige Cookies halten Warenkorb, Anmeldung und Kasse am Laufen. Unsere eigene Zählung ohne Cookies läuft immer, auch ohne Zustimmung: Dabei setzen wir keine Cookies, bilden aber für einen Kalendertag eine Kennung aus IP-Adresse und Browserkennung. Mit deiner Zustimmung messen wir außerdem genauer (Analyse), messen, ob unsere Anzeigen zu Käufen führen, und zeigen dir unsere Anzeigen passend zu deinen Interessen (Marketing). Google Analytics und Google Ads laufen nur mit deiner Zustimmung; dann gehen Daten auch an Google, auch in die USA. Deine Auswahl änderst du jederzeit unter „Cookie-Einstellungen“ im Fußbereich.